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Kunststoffe

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Die wichtigsten Kunststoffe     
         
P
E Polyethylen
ist ein durch Polymerisation hergestellter, teilkristalliner, thermoplastischer Kunststoff. Bekannt ist er unter den Handelsnamen Alathon, Hostalen, Lupolen, Vestolen, Trolen.
Polyethylen wird vor allem in Rohrleitungssystemen (Gas, Wasser), sowie für Isolierungen, Tragetaschen, Mülltonnen, Flaschenkästen, Eimer und Verpackungsmaterialien eingesetzt (aufgedruckter Nummerncode: 02 oder 04).      
         
PET Polyethylenterephthalat
ist ein thermoplastischer Kunststoff, der zur Familie der Polyester zählt und durch Polykondensation entsteht. Er ist unter Hitze formbar und kann in nahezu jede beliebige Form gebracht werden.

PET ist relativ alter Kunststoff, dessen Grundmaterial Polyester 1941 in den USA entwickelt wurde. PET in seiner heutigen Form ist veredelter Polyester mit besseren Materialeigenschaften, wie z. B. hoher Belastbarkeit und Bruchsicherheit. Als äußerst belastbarer Kunststoff wird PET für Verpackungen, Behälter, Folien, Fasern und anderes verwendet. Bekanntester Vertreter: Trevira.

Behälter aus diesem Kunststoff werden nicht nur für kurzfristige, sondern auch für längerfristige Aufnahme/Lagerung von Lebensmitteln eingesetzt (z. B. als Wasserflaschen). Sie sind mittlerweile in großer Zahl in Haushalten anzutreffen.      
         
PP Polypropylen
ist ein teilweise kristalliner Thermoplast und gehört zu der Gruppe der Polyolefine. Polypropylen wird durch Polymerisation des Monomers Propen gewonnen.

PP wird unter anderem zur Herstellung von Armaturenbrettern, Batteriegehäusen, kochfesten Folien, Flaschenverschlüssen, vielerlei wieder verwendbaren Behältern und Trinkhalmen verwendet, sowie zur Herstellung von Behältern für Waren und Nahrungsmittel (z. B. Pizzaboxen), u. a. m.      
         
PS Polystyrol
ist ein amorpher, transparenter Thermoplast, der in vielen Bereichen des täglichen Lebens zu finden ist.

Polystyrol kann sowohl als thermoplastisch verarbeitbarer Werkstoff, wie auch als Schaumstoff verwendet werden. Er ist bekannt unter den Handelsnamen Luran, Lustron, Styropor, Styrodur, Styroflex und Sagex.

Haupteinsatzgebiete sind Wärmedäm-mungen, Isolation von Kabeln, Schaltern, Spulenkörpern und Gehäusen für Elektrogeräte. In der Lebensmittel-verpackung wird Polystyrol für Joghurtbecher, Blister-Verpackungen, usw. eingesetzt (aufgedruckter Nummerncode: 06).      
         
PVC Polyvinylchlorid
ist ein weiterer amorpher thermoplastischer Kunststoff. Im Gegensatz zu PS ist er stets hart und spröde und eignet sich erst nach Zugabe von Weichmachern und bis zu 50 % Stabilisatoren für technische Anwendungen. Bereits die Herstellung des Ausgangsstoffes Vinylchlorid ist problematisch, denn dabei treten Quecksilber-, Dioxin- und Furanemissionen auf.

PVC wird vor allem für Fußbodenbeläge, Fensterprofile und Installationsrohre, aber auch für Lebensmittelverpackungen verwendet. Bei letzteren können sich Gefahren dadurch ergeben, dass unter bestimmten Umständen Vinylchlorid ausgast oder Weichmacher in die Lebensmittel übertreten, welche in höheren Dosen krebserregend wirken können. Lebensmittel mit PVC-Verpackungen (Buchstabencode V oder PVC, Nummerncode 03) sollte man deshalb meiden.

Bei Bränden, z.B. dem Verschmoren von PVC-Kabeln, entstehen die Supergifte Dioxine, Furane und ätzend wirkender Chlorwasserstoff. (beispielsweise bei der Flughafen-Katastrophe Düsseldorf, 1996). Einige Kommunen haben sich deshalb schon dazu entschlossen, in öffentlichen Gebäuden auf PVC vollständig zu verzichten, d.h. Fensterrahmen aus Holz oder Aluminium, Rohre aus PE und Bodenbeläge aus Linoleum oder Holz zu verwenden. PVC verursacht in der Müllverbrennung neben den Super-Giften starke Korrosionen und dadurch hohen Kosten, die wiederum dem Müllgebührenzahler aufgebürdet werden.      
         
Zusatzinformation Thermoplaste

Thermoplaste sind Kunststoffe, die sich in einem bestimmten Temperaturbereich („Thermo-„) einfach (plastisch) verformen lassen. Dieser Vorgang ist reversibel, das heißt er kann durch Abkühlung und Wiedererwärmung bis hin zum flüssigen Zustand beliebig oft wiederholt werden, solange nicht durch Überhitzung die Zersetzung des Materials einsetzt. In diesem Punkt unterscheiden sich die Thermoplaste von den Duroplasten (nicht verformbaren Kunststoffen) und den Elastomeren (formfesten, aber elastisch verformbaren Kunststoffen, wie z. B. Polyurethan).      


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